„Meine Ads fangen immer stark an lassen aber dann immer mehr nach und ich weiß nicht warum…“
Kommt dir bekannt vor?
Wenn ja, dann bist du bei weitem nicht allein…
Denn das ist eines der häufigsten Probleme, von dem ich höre und mit dem ich selbst in der Vergangenheit immer wieder zu kämpfen hatte…
Man startet seine Ad und hat dabei alles parat. Ein starkes Angebot, Copy und Creatives und das Ganze funktioniert. Man bekommt Leads rein, die man möchte und kann diese auch in Kunden verwandeln.
Doch irgendwann und ohne ersichtlichen Grund nimmt der Lead-Flow ab. Die, die noch reinkommen werden immer teurer, bis am Ende fast gar nicht mehr passiert.
Also wechselt man die Bilder, macht ein neues Video und testet ein paar neue Aufhänger, was zumindest temporär wieder für neue Leads sorgt.
Doch egal was man tut…
So richtig in Fahrt wie zu Beginn kommt die Ad einfach nicht mehr und man stellt sich die Frage was passiert ist oder was falsch gelaufen ist…
Gab es eine Änderung am Algorithmus? Ist das eigene Angebot einfach nicht mehr interessant? Oder hat man eine neue Einstellung verpasst, die man aktivieren müsste, um der Ad wieder neues Leben einzuhauchen?
Und wie du dir vielleicht schon denken kannst, ist in den meisten Fällen nichts davon der Fall…
Hier ist was wirklich dahintersteckt…
Die meisten Unternehmen schalten ihre Ads mit dem Ziel Interessenten in Leads zu konvertieren – oder im Falle von eCommerce – Interessenten direkt zum Kauf zu bringen.
Soll heissen, das “technische Ziel” der Ad ist eine Conversion. Also eine Handlung, die ein Interessent vornehmen soll, wie beispielsweise seinen Namen und seine E-Mail Adresse abzugeben.
Im Falle von einer Ad und einer Handlung eines Interessenten ist dies ein recht hohes Ziel. Denn damit jemand in dem Moment, in dem er eine Ad sieht bereit ist seine Kontaktdaten herzugeben, müssen folgende Dinge gegeben sein…
Er muss sich bewusst sein, dass er ein Problem hat und auf der Suche für eine Lösung dafür sein.
Wenn dies gegeben ist und deine Ad eine ansprechende Lösung präsentiert, besteht die Chance dass er seine Kontaktdaten hinterlässt.
Doch dieser Teil des Marktes (also aller potentiellen Interessenten der deine Ad erreicht) ist der mit Abstand der kleinste.
Der weit größere Teil deines Marktes, also der Teil der in dem Moment in dem er deine Ad sieht (noch) NICHT bereit für dein Angebot ist, den wird deine Ad verfehlen.
Soll heißen…
Der Großteil deines Marktes muss erst aufgewärmt werden, bevor er bereit ist sich mit Dingen wie Namen und E-Mail für eines deiner konkreten Angebote zu melden.
Der Schlüssel dazu ist Information. Content.
Ich mach dir ein Beispiel…
Zuletzt habe ich mir Ohrstöpsel gekauft, die ich nicht beim Arbeiten, sondern im Alltag nutze. Das coole an den Dinger ist, dass sie nicht komplett alles ausblenden, sondern Geräusche zwar dämmen aber Sprache trotzdem verständlich bleibt.
Ideal in lauten Restaurants oder abends in der Bar. Für Leute wie mich, die gerne unterwegs sind und denen zu viel Lärm schnell auf den Wecker geht ideal. Hab die Dinger seither immer mit dabei.
Doch bevor ich von diesen Ohrstöpseln gehört hatte, wusste ich gar nicht dass es solche gibt. Und genau das ist der Schlüssel…
Der Hersteller dieser Ohrstöpsel hätte mich wahrscheinlich nicht direkt mit einem „Kauf jetzt“-Angebot in seinen Ads angesprochen.
Stattdessen eher mit einem kurzen Post oder einem Video, welches erklärt, warum normale Ohrstöpsel im Alltag unpraktisch sind. Weil sie alles dämpfen, auch Stimmen und dass es hierfür eine Lösung gibt.
Das hat bei mir sofort Klick gemacht, denn genau das war mein Problem. Und erst nachdem ich verstanden hatte, dass es dafür eine Lösung gibt, war ich überhaupt bereit, etwas zu kaufen.
Genauso funktioniert es mit deinen Ads.
Wenn du nur versuchst, den kleinen Teil deiner Zielgruppe zu erreichen, der schon bereit ist zu kaufen, wirst du bald an eine Wand stoßen. Und das trifft umso mehr zu, je hochpreisiger dein Angebot.
Wenn du jedoch den Rest deines Marktes mit relevanten Informationen abholst – also Ads oder Content nutzt, um Bewusstsein für das Problem zu schaffen – öffnest du dir einen viel größeren Teil des Marktes.
Der Unterschied liegt also nicht unbedingt in deinen Creatives oder im Algorithmus sondern in der Phase des Bewusstseins, die du mit deiner Botschaft ansprichst.
Ne Sache, die es sich lohnt im Hinterkopf zu behalten.
Bis bald
Björn