Wenn ich mit einem neuen Kunden arbeite, dann verläuft das Gespräch in etwa so…
Kunde: „Ich will mit Ads starten.“
Oder: „Unsere Ads funktionieren nicht.“
Ich: „Okay, und wer ist der Kunde, von dem du mehr willst?“
Kunde: „Inhaber von Arztpraxen.“
Oder: „Frauen zwischen 35–50, die fitter werden wollen.“
Worauf ich dann tief einatme, innerlich die Augen nach oben rolle und mir denke: Klar, dass deine Ads nicht funktionieren…
Erinnerst du dich noch an mein Beispiel mit dem Brief und Briefträger von letzter Woche?
Wo ich dir erzählt hatte, dass Meta als Werbeplattform der Briefträger ist und deine Ad die Botschaft in einem Brief.
Und dass der Briefträger deinen Brief in die Briefkästen spezifischer Personen wirft.
Das Wort „spezifisch“ war nicht zufällig gewählt.
Im Gegenteil…
Denn es ist essenziell. Es ist die Grundlage, ob deine Ads überhaupt eine Chance haben, dir die gewünschten Ergebnisse zu liefern.
Doch die meisten Unternehmer (und auch Marketer) scheitern genau daran. Statt spezifisch zu sein, definieren sie ihre Zielperson als eine Art demografischen Avatar…
„Frauen zwischen 35–50, die wieder in den Bikini passen wollen.“
„Inhaber von Arzt- und Gesundheitspraxen mit 5 Mitarbeitern und mindestens 1 Mio. € Umsatz.“
Doch nun meine Frage an dich…
Wenn du dich hinsetzt und versuchst, eine Ad zu schreiben, um diese Personen zu erreichen…
Was sprichst du an?
Wie holst du sie ab, damit sie deiner Ad Aufmerksamkeit schenken, klicken und sich als Lead auf deiner Landing-Page oder in deinem Funnel eintragen?
Gar nicht so einfach, oder?
Und weißt du was?
Ich wüsste es auch nicht wirklich…
Zumindest dann nicht, wenn ich über meine Zielgruppe so denke, wie oben im Beispiel.
Die Sache ist die…
Stell dir vor, du sprichst jemanden Fremden auf der Straße an. Was, glaubst du, funktioniert besser?
A: Du tippst ihm auf die Schulter, stellst dich vor, erzählst, was du beruflich machst, und ratterst runter, wieso du besser bist als alle anderen…
Oder…
B: Du tippst ihn an und stellst ihm eine Frage zu etwas, das er ohnehin im Kopf hat und das ihn aktuell beschäftigt…
Ich wette, Person A schaut dich verstört an, schüttelt den Kopf und läuft weiter.
Doch Person B wird leicht den Kopf zur Seite neigen, die Augen etwas zusammenkneifen und zuhören.
Denn je mehr deine Ad an das andockt, was dein Wunschkunde sowieso gerade denkt, desto mehr Aufmerksamkeit bekommst du.
Und wenn du diese erst mal hast, kannst du ihn Schritt für Schritt dorthin lenken, wo du ihn am Ende haben willst…
Egal, ob das ein direktes Angebot ist oder ein Opt-in zu deiner E-Mail-Liste oder sonst was…
Der Haken?
Solange du deine Zielgruppe nur als „demografische Gruppe“ definierst, wird es schwierig. Deshalb gilt es, die Perspektive zu wechseln und umzudenken.
Ein kleiner Shift im eigenen Denken, der für mich vor ein paar Jahren das größte Aha-Erlebnis im Marketing war.
Was es ist, verrate ich dir nächsten Freitag.
Bis dann
Björn Baumann