Hier lag ich komplett daneben

Zuletzt hatte ich eine Kampagne, die ein wenig eingeschlafen war…

Über die ersten paar Monate, in denen die Kampagne lief, waren die Ergebnisse super. Doch nach und nach wurden die generierten Leads etwas dünner und ich fing an zu grübeln…

Woran kann das wohl liegen?

Ist das Angebot schon ausgelutscht?

Haben wir den Markt bereits abgegrast?

Oder sind meine Creatives einfach nicht mehr frisch genug?

Doch alle drei Fragen waren aus meiner Sicht recht einfach zu beantworten…

Das Angebot war Evergreen, der Markt mit Sicherheit größer als das, was wir bisher erreicht hatten und die Creatives hatte ich jede Woche neu aufgefrischt…

Also setzte ich mich mit Claude und ChatGPT hin und brainstormte ein paar Ideen.

Es kam folgende Hypothese heraus:

„Du musst auf das Problem in deinem Markt noch stärker eingehen.“

Unsere Werbeanzeigen an sich waren nicht das Problem. Die bekamen recht gute Klicks. Aber auf Seite 1 der Landing-Page fielen uns zu viele Besucher weg, statt auf Seite 2 weiterzuklicken.

Und genau dort hakte die Idee ein…

“Nimm die Personen, die bereits geklickt haben, auf der ersten Seite der Landing-Page noch tiefer mit ins Problem. Weil du das bisher verpasst, klicken die meisten nicht weiter und springen ab.”

Gesagt, getan…

Über die folgenden Tage und Wochen testete ich verschiedene Ansätze, das in den Werbeanzeigen aufgezeigte Problem auf der Landing-Page noch stärker zu vertiefen…

Typisch in Richtung „Problem – Agitate – Solution“, wenn man so will…

Das Ergebnis?

Aus den zuvor ohnehin schon wenigen Personen, die sich von Seite 1 auf Seite 2 klickten, wurden noch weniger.

Am Ende klickte kaum noch jemand weiter und die Ergebnisse der Kampagne rauschten schlichtweg in den Keller…

Und so saß ich dann da…

Zu meiner eigenen Überraschung leicht verzweifelt und in der Hoffnung, dass mir der Kunde nicht schon bald eine enttäuschte E-Mail schreibt.

Also schaute ich mir meine bisherigen Ads und Landing-Pages nochmal an.

Was hatte zuvor funktioniert?

Und wieso funktionierte dieser neue Ansatz plötzlich deutlich schlechter als alles andere?

Also entschied ich mich, genau das Gegenteil zu tun.

Ich stellte nicht das Problem stärker in den Vordergrund, sondern fokussierte mich auf der Landing-Page direkt und ausschließlich auf die Lösung. 

Statt (erneut) das Problem zu verkaufen…

…verkaufte ich Hoffnung.

Ein paar Tage später warf ich wieder einen Blick in die Daten der Landing-Page und der Unterschied war wie Tag und Nacht.

Die Anzahl der Personen, die sich von Seite 1 auf Seite 2 klickten, hatte sich mehr als verdreifacht.

Und endlich kamen auch wieder Leads hinten an.

Für mich selbst habe ich mir daraus eine wichtige Sache notiert…

Denn mit dieser Kampagne hat sich für mich wieder gezeigt…

Manche Märkte reagieren stärker auf Probleme.

Andere stärker auf Hoffnung.

Das eine schließt das andere zwar nicht aus, aber womit du in deiner Botschaft führst, kann einen riesengroßen Unterschied machen.

Bis bald

Björn Baumann

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