Gefloppte Ads – mein Rat an einen Kumpel

Gestern war ich beim Kaffee mit einem Kumpel, der vor kurzem damit begonnen hat Ads für seinen Service zu starten…

Er ist als Coach in der Fitness-Nische unterwegs, nicht ganz mein Erfahrungsbereich, doch ich war neugierig auf was er zu erzählen hatte.

Bisher hatte er seine Kunden vor Ort und ging mit ihnen ins Studio um sie zu trainieren. Die meisten dieser Kunden wechselten nach ein paar Monaten vom 1:1 training in Online-Coaching wo er jede Woche einen Plan zur Verfügung stellt und die Ergebnisse überwacht.

Da er nun jedoch mehr online arbeiten möchte, will er mehr von diesen Kunden und weniger Kunden im Studio vor Ort.

Und Ads sollten ihm dabei helfen. Als ich ihn jedoch gestern nach den Ergebnisse dazu fragte, war seine Antwort ein wenig ernüchternder als ich dachte…

“Bisher nicht gut. Viele, die zu ihren Calls nicht erscheinen. Und bisher keinerlei Verkäufe.”

Wir redeten ein bisschen über die Details zu seinem Angebot, seinem idealen Kunden und dem Preispunkt, den er setze…

Irgendwann fragte er mich dann direkt und sagte…

“Was würdest du an meiner Stelle machen?”

Und obwohl ich viele mögliche Ratschläge und Ideen im Kopf hatte, sagte ich zu ihm:

“Ohne mehr Details zu wissen und mich wirklich damit zu beschäftigen, kann ichs dir gar nicht sagen. Es kommt einfach auf zu viele Dinge an.”

Und das ist die gleiche Aussage, die ich so vielen gebe, die mich nach Ratschlägen für ihre Ads oder ihr Marketing fragen.

“Es kommt drauf an.”

Und das ist eben keine Floskel sondern wahr. Denn es gibt nirgends einen Knopf oder eine magische Formel, mit der die Ergebnisse auf einmal da sind.

Doch was es gibt sind Prinzipien, die einfach immer gelten. Egal welcher Markt, egal welcher Kunde und egal in welcher Nische. Und dies sind die Prinzipien, auf die ich immer verweise, aber die eben Denkarbeit verlangen.

Zu meinem Kumpel sagte ich letztendlich folgendes:

– Sei extrem spezifisch, für wen dein Angebot ist und welches Problem für diese Person wirklich brennt.

– Verkaufe etwas, von dem du bereits weißt, dass Menschen dafür Geld ausgeben. Idealerweise etwas, das du offline oder 1:1 schon mehrfach verkauft hast. Inklusive Preis.

– Sprich mit so vielen potenziellen Kunden wie möglich. Nicht um zu verkaufen, sondern um zu verstehen. Denn alle Antworten stecken bereits in den Köpfen deiner Kunden.

Und wenn die Antwort am Ende ist, dass das was du versuchst zu verkaufen keiner wirklich möchte, dann hast du die Möglichkeit herauszufinden was wirklich zieht.

Und um es mit einem letzten Gedanken abzuschließen:

Die einfachsten Ads sind fast immer die, die etwas verstärken, das bereits funktioniert.

Schwierig – und oft teuer – wird es dann, wenn du versuchst, mit Ads etwas zum Laufen zu bringen, das ohne Ads schon keine klaren Ergebnisse liefert.

Ads sind kein Startpunkt. Sie sind ein Verstärker.

Und genau deshalb beginnen gute Ads nicht mit Knöpfe drücken im Werbeanzeigenmanager, sondern in den Köpfen deiner Kunden.

Bis bald

Björn Baumann

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