Was Acrylnägel mit schlechten Ads gemeinsam haben

Kennst du das?

Du willst einfach nur etwas schnell erledigen – und plötzlich steckst du mitten im Chaos?

Genau so einen Fall hatte ich heute bei meiner Anmeldung in nem neuen Gym.

Ich wollte nur kurz reinschauen und einen Monatsvertrag machen. Nicht mehr und nicht weniger. Rein, anmelden, Geld auf den Tisch – und fertig. So, dass ich direkt am nächsten Tag mit meinem Trainingsplan loslegen kann, ohne ins Hintertreffen zu geraten.

Was das Ganze kosten soll, war mir eigentlich egal.
Ich wollte einfach nur starten. Aber natürlich lief es nicht so wie erhofft…

Der Grund?

Bei der Anmeldung musste ich die hauseigene Gym-App herunterladen.
Und wie es der Zufall so will, funktionierte das Ding natürlich nicht direkt wie es sollte.

Die Dame an der Rezeption tappte wie wild mit ihren langen Acrylnägeln auf meinem iPhone herum, dass ich innerlich schon fast an die Decke ging.
Und auch nach 10 Minuten Herumstehen hatte sie es nicht geschafft, mich als Neukunden in der App zu registrieren.

„Da geht was nicht. Müssen wir morgen nochmal schauen, ich frage den Kollegen.“

Alles wegen einer App, die ich überhaupt nicht haben will – die aber wohl Pflicht ist, um dort Mitglied zu werden. Hätte ich nicht bereits für einen Monat bezahlt, wäre ich direkt umgedreht und hätte mein Geld woanders untergebracht.

Ich wollte einfach nur ein Studio, in dem ich trainieren kann. Keine App. Keine Anmeldung. Und vor allem keine Acrylnägel auf meinem iPhone-Screen.

Vielleicht bin ich da auch zu pingelig – aber für mich ist das ein klassischer Fall, wie Unternehmen Dinge, statt sie zu verbessern, einfach nur komplizierter machen.

Im Software-Bereich lässt sich das genauso beobachten. Eine Software läuft super, tut genau das, was sie soll – und wird dann vollgedrückt mit neuen Features, nur um „irgendwas Neues“ zu liefern. Statt das Produkt besser zu machen, wird es komplexer, fehleranfälliger – und das Nutzererlebnis wandert von Zufriedenheit zu Frustration.

Dinge simpel zu halten und auf ein spezifisches Ziel zu fokussieren ist nicht einfach – aber essentiell.

Und genau das gilt auch – oder ganz besonders – wenn du Ads schalten willst, um dein Angebot zu verkaufen.

Viel zu oft sehe ich Ads und Funnels, die unnötig kompliziert sind und komplett an ihrem Ziel vorbeigehen. Statt Klarheit und Spezifität sind sie vollgestopft mit Infos und Phrasen, die keinerlei Aussage treffen.

Die Folge?

Der Nutzer weiß überhaupt nicht, worum es geht – und statt zu klicken oder sich anzumelden, verlässt er verwirrt die Seite und scrollt weiter.

So wie ich es im Gym vielleicht auch hätte tun sollen…

Die Lösung?

Fokussiere dich auf das Wesentliche, statt zu versuchen, deine Ads und Funnels zu überladen. Sprich zu einer Person, über ein konkretes Problem, für das du eine spezifische Lösung hast.

Und ganz wichtig:

Gib deinem Interessenten nur einen Weg und ein Ziel, auf das du ihn Schritt für Schritt führst. Ein Ziel – nicht mehrere.

Je mehr du es schaffst, mit deinen Ads und Funnels genau so eine Strecke abzubilden, desto höher ist die Chance, dass sie auch funktionieren.

Mach’s daher nicht wie das Gym in meinem Beispiel, sondern hilf deinem Kunden, so einfach wie möglich dahin zu kommen, wo du ihn haben willst.

Bis bald

Björn Baumann

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