“Sie haben da ein Problem…”

Hei,

die Tage hab ich ein extrem interessantes Video entdeckt, von dem ich dir unbedingt erzählen will. Es war die Aufzeichnung einer Rede von Dr. Russell Ackoff zum Thema Systems Thinking (hab davor auch noch nie von ihm gehört).

In dieser Rede erzählt Dr. Ackoff vom Problem eines Bürogebäudes in New York nach Ende des zweiten Weltkriegs.

Das Problem des Gebäudes war die Wartezeit an den Aufzügen, über die sich die Mieter immer wieder beschwerten.

Eines Tages kam es so weit, dass mehrere dieser Mieter (allesamt große Firmen) dem Management drohten auszuziehen, wenn dieses Problem nicht endlich gelöst würde.

Um das zu verhindern engagierte das Management des Gebäudes Aufzugsexperten und Ingenieure mit dem Auftrag, sich dem Problem anzunehmen. Mehrere Wochen vergingen und die Experten kamen mit ihren Neuigkeiten zum Management zurück.

Die Aussage der Experten:

“Sie haben da ein Problem…”

Das Problem war folgendes: Die durchschnittliche Wartezeit an den Aufzügen war mit 2 Minuten sechsmal so lang, wie der amerikanische Durchschnitt von gerade einmal 20 Sekunden.

Die drei möglichen Lösungen?

– Mehr Aufzüge

– Automatisierte, schnellere Aufzüge

– Ein computergesteuertes Aufzugssystem

Um herauszufinden, welche Alternative die bessere ist müssten weitere Nachforschungen angestellt werden.

Gesagt, getan.

Mehrere Monaten und mehrere Millionen später kamen die Ingenieure und Aufzugsexperten wieder zurück zum Management mit der Aussage:

“Sie haben da ein Problem…”

Mehr Aufzüge bedeutet, dass bisher vermietete Fläche verlorengehen würde. Dies würde finanziell keinen Sinn machen.

Automatisierte, schnellere Aufzüge würden die Wartezeit im Durchschnitt auf 1 Minute senken. Das wäre immer noch zu viel und den Aufwand nicht wert. Ebenso beim computergesteuerten Aufzugssystem.

Mit der Begründung das Gebäude sei einfach zu alt und man könne nichts machen, zogen die Aufzugsexperten und Ingenieure wieder ab.

Die Beschwerden gingen weiter…

Das Management wusste nicht mehr weiter und entschied sich ein großes Meeting einzuberufen. Es wurden alle Abteilungsleiter des Gebäudes versammelt mit dem Ziel gemeinsam eine Lösung für das Problem zu brainstormen.

Der Leiter der Personalabteilung konnte aufgrund eines Termins selbst nicht teilnehmen und schickte als Vertretung seine Assistenz. Ein frisch gebackener Absolvent der Penn State Uni im Fach Personalpsychologie.

Für das gemeinsame Brainstorm-Meeting gab es vom Management eine Regel:

Keine Idee darf von den anderen Teilnehmern zerredet werden. Es dürfen lediglich Vorschläge gebracht werden, wie diese Idee realisiert werden kann.

Das Ziel war eine Lösung zu finden und nicht die Ideen anderer schlecht zu machen.

Nachdem sich der erste meldetete und seine Idee präsentierte fingen die anderen Teilnehmer sofort damit an zu zeigen, wieso diese Idee niemals funktionieren könne.

Und nachdem es bei den nächsten 3-4 Ideen genauso ging traute sich keiner mehr seine eigene Idee zu präsentieren oder einen Vorschlag machen.

Voller Verzweiflung und Ratlosigkeit schaute das Management auf den jungen Mann…

“Sie sind so ruhig. Sie haben noch gar nichts gesagt. Haben Sie denn gar keine Idee?”

“Doch, ich habe eine Idee. Aber ich habe Angst davor sie zu präsentieren und mich lächerlich zu machen.”

Das Management forderte den jungen Mann auf seine Idee zu präsentieren, was er auch tat.

Zwei Wochen und 500 $ später war das “Aufzugsproblem”des Gebäudes gelöst.

Das Problem, dass jeder gesehen hatte waren entweder zu wenige, oder zu langsame Aufzüge. Die vermeintlich logische Lösung war entweder die Aufzüge schneller zu machen oder mehr Aufzüge im Gebäude zu installieren.

Der Blickwinkel des jungen Mannes war jedoch ein anderer.

Das eigentliche Warten war gar nicht das Thema und das Problem ein ganz anderes.

Er stellte fest, dass der Grund weshalb sich die Menschen über die Aufzüge beschwerten nicht die Wartezeit an sich war. Der wirkliche Grund war Langeweile.

Die wirkliche Frage war: “Wie können wir diese Menschen unterhalten?”

Die Lösung war das Anbringen von Spiegeln in den Lobbies. Dank der Spiegel hatten die Wartenden Zeit sich gegenseitig anzuschauen. So konnten die Männer unbeobachteten die Frauen anschauen und die Frauen die Männer.

Das Problem der Beschwerden war gelöst und Spiegel in Lobbies wurden zum Standard im ganzen Land.

Der junge Mann hatte durch seine frische, externe Brille nicht versucht das vermeintliche Problem zu lösen, sondern den Sachverhalt aus einer ganz andereren Perspektive betrachtet.

Als selbständiger oder Unternehmer ist es schnell passiert, dass wir den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen – oder wie im Beispiel – ein Problem von der falschen Perspektive aus betrachten.

Ich bin zwar kein Absolvent in Personalpsychologie… aber wenn du eine “externe Brille” für dein Marketing oder deinen E-Mail Funnel möchtest und der Meinung bist dein Umsatz könnte besser sein, dann antworte mit “Aufzug” und schick dir die Details, wie ich dir helfen kann.

Cheers

Björn – was ist wirklich das Problem – Baumann​

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