„Once you get fancy, fancy gets broken“

Das Zitat hab ich die Tage auf Tim Ferriss‘ Instagram Account gelesen. Keine Ahnung wer es gesagt hat aber ich finde es steckt ne Menge Wahrheit drin.

Mein letzter „klassischer Job“ war in der Softwarebranche. Die Firma war gerade dabei ein neues Produkt im Bereich IT Security zu entwickeln. Man hatte am Markt ein Problem entdeckt und wollte dafür die Lösung bieten.

Generell ja kein schlechter Ansatz. Das Problem war nur, dass man versucht hat „alles für jeden zu sein.“ Die Lösung sollte sowohl für Industrie, Handel als auch Banken passen und wurde damit von Tag zu Tag komplizierter. Ein Feature hier, ein anderes da und am besten noch jeden noch so kleinen Kundenwunsch mit obendrauf.

Getreu dem Motto: (Noch) Mehr ist (noch) besser, denn dann kann man damit potentiell (noch) mehr Kunden ansprechen.

In regelmäßigen Abständen gab es Team-Meetings. Entwickler, Marketing und Vertrieb kamen zusammen um die neuen Features zu testen und jeden auf den aktuellen Stand zu bringen.

Das letzte „Meeting“ bei dem ich mit dabei war, ging sage und schreibe 3,5 Stunden. Nach nichtmal der Hälfte der Zeit waren die meisten bereits im Halbschlaf. Wie produktiv das Ganze war kannst du dir wahrscheinlich denken.

Steve Jobs sagte mal „…Simple can be harder than complex…“

Klar ist es einfacher jedem Kundenwunsch nachzugehen anstatt wirklich zu analysieren was wichtig ist und was nicht. Schließlich könnte man ja was verpassen…

Ähnliches passiert auch bei vielen E-Mails. Erst vor kurzem hab ich mich auf die E-Mail Liste eines bekannten deutschen Veranstalters von Erlebnissen gesetzt.

Kurz nach meiner Registrierung bekam ich eine E-Mail mit gefühlt 500 Bildchen und 30 verschiedenen Links zu 30 grundverschiedenen Angeboten.

Wo soll ich klicken?

Was will mir diese E-Mail sagen?

Anstatt mir ein spezifisches Angebot zu machen hat man auch hier versucht so viele Kunden wie nur möglich auf einen Haufen zu packen. Dazu noch ein paar tolle Bildchen und “bling bling” und fertig ist die E-Mail, die genauso effektiv ist wie ein 3,5 stündiges Meeting am Donnerstag Nachmittag.

Wie also lässt sich das Zitat von Jobs auch auf E-Mails übertragen?

Ganz einfach…

1 Schreib deine E-Mails mit EINEM Ziel im Kopf. EIN Link und EINE Kernbotschaft. Was soll dein Leser am Ende der E-Mail denken, wissen, glauben oder „klicken“?

2 Verzichte auf Fancy templates und tonnenweise Bildchen. Schreib deine E-Mail, wie eine Nachricht an einen Freund. Wirkt persönlicher als wenn deine E-Mail aussieht wie ein massenproduzierter Quelle-Katalog aus den 90ern.

3 Versuch nicht alles für jeden zu sein. Schreib deine Botschaft an deine Zielgruppe und versuche nicht mit hunderten von Angeboten jedem gerecht zu werden. (Gilt übrigens genauso fürs Privatleben :-P)

Cheers

Björn

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