5 ungewöhnliche Tipps für effektiveres Arbeiten

Produktivitäts-Tipps und „Hacks“ für effektiveres Arbeiten gibts wie Sand am Meer.

Und wenn du auch nur annähernd so gestrickt bist wie ich, dann funktionieren die meisten davon maximal für ein paar Tage.

Keine Ahnung wie viele Bücher und Methoden ich schon versucht hab. Nichts wollte wirklich funktionieren. Zumindest nicht dauerhaft.

Liegt vielleicht auch daran dass, ich nach MyersBriggs „ENFP“ bin und daher schnell neue Sachen anfange, aber auch genauso schnell wieder beende.

Wie auch immer… 

In den letzten Monaten und Jahren hab ich mir meine eigenen – vielleicht etwas ungewöhnlichen – Methoden für effektiveres Arbeiten entwickelt und die werd ich dir heute zeigen.

Los geht‘s mit…

Nummer 1: Routine

Letzte Woche stand ich ratlos auf der Straße.

Mein Cafe in dem ich normalerweise arbeite war komplett überfüllt. Kein Platz für mich und meinen Laptop. 

Das Team einer Firma hatte sich dazu entschieden ein Meeting dort abzuhalten wo ich normalweise in die Tasten haue und meinen Cafe genieße. Blöd.

So war meine Routine unterbrochen und ich musste mir erstmal Gedanken machen, wos jetzt weitergeht. Nen anderes Cafe finden in der Hoffnung, dass es dort besser ist? Oder lieber direkt zurück in meine Bude?

Klingt vielleicht „zu harmlos“ aber allein diese simplen Entscheidungen haben mich massenweise Energie und Nerven gekostet…

All die Ideen und Gedanken, die mir zuvor im Kopf geschwirrt sind waren wie weggewischt. Mein Fokus war nun ausgerichtet auf einer völlig unnötigen Ablenkung in meinem Alltag.

Auch wenn ich hin- und wieder mal im Ausland arbeite versuche ich meinen Alltag so simpel wie möglich zu halten. So wenig wie möglich unnötige Entscheidungen treffen und meine Energie für die Dinge sparen, die wirklich zählen. 

Beispiel:

– Ich kauf immer die gleichen Schuhe (#FreeRn). Meine Kleidung kauf ich von 2-3 Marken von denen ich weiß, dass sie passen. Klar gewinn ich damit keinen Mode-Wettbewerb aber ich spar mir massenweise Zeit und Nerven.

– Unter der Woche esse ich immer die gleichen 2-3 Gericht ohne langes herumsuchen auf der Speisekarte. Damits nicht langweilig wird gibts die Abwechslung dann abends. 

– Überall wo es geht versuche ich in Systemen zu denken. Angefangen bei der Kleidung (was lässt sich am einfachsten kombinieren) bis hin zu Software und Elektronik (was arbeitet nahtlos zusammen und kann mir Zeit und Nerven sparen?)

Zur sonstigen Routine gehört Bewegung am Morgen. Entweder “zur Arbeit laufen” oder ne Runde ins Fitness gehen. Bevor ich mit dem Arbeiten anfange lese, geh nen neuen Kurs durch oder lerne was Neues, dass mich interessiert.

Kurz gesagt: Das Ziel ist es eine Routine bzw. einen Tagesablauf zu strukturiere bei dem so wenig wie möglich Energie für triviale, unnötige Entscheidungen verbraucht wird. 

Ist diese Routine perfekt? – Bei weitem nicht. Doch sie funtioniert für mich und lässt mich nach und nach anpassen: Dinge die funktionieren – mehr davon. Dinge die nicht funktionieren – weg damit.

Weniger unnötige Ablenkungen und Entscheidungen bedeutet klareres Denken. Und klareres Denken bedeutet – … richtig geraten… – effektiveres Arbeiten.

Schauen wir weiter…

Nummer 2: Pomodoro Methode

Hast du bestimmt schon von gehört. Pomodoro ist eine Methode mit der man seine Arbeit in Abschnitte von 25 Minuten unterteilt.

Das heißt man stellt sich einen Timer auf 25 Minuten und fängt an zu arbeiten. Nach Ablauf der 25 Minuten macht man 5 Minuten Pause. Danach gehts wieder von vorne los.

Ziel davon?

Anstatt endlos vor sich hinzuwerkeln arbeitet man in kurzen Sprints bzw. Intervallen in vollkommener Konzentration. (Die “offizielle” Definition und Vorgehensweise der Pomodoro Methode findest du hier).

Ich selbst nutze Pomodoro auch, aber in leicht abgewandelter From. Wenn ich an etwas arbeite, dass viel Konzentration und Kreativität erfordert (wie dieser Artikel), dann möchte ich mich ungern von etwas unterbrechen lassen. Besonders dann nicht, wenn ich es schaffe in eine Art “Flow” zu kommen und super Fortschritt mache.

Pomodoro nutze ich wenn die Gefahr besteht, dass ich an etwas stundenlang herumdoktere und in Perfektionismus verfalle. Dann hilft mir der 25-Minuten Timer, dass ich auf Kurs bleibe anstatt mich zu verheddern.

Ich nutze Pomodoro beispielweise bei:

-Meinen Steuern

-Bei Aufgaben die man „abarbeitet“

-Beim Schreiben von Angeboten und allem was nicht wirklich Kreativität benötigt

Pomodoro kann dir helfen, deine Energie beim Arbeiten effektiver einzusetzen. Wenn du Pomodoro noch nicht kennst ist es einen Versuch wert. Ich kenne einige Leute die total drauf schwören und allein dadurch effektiver arbeiten als zuvor. Auch hier gilt: Ausprobieren und schauen was für dich fünktioniert und was nicht.

Nummer 3: Der Trick mit dem Ladegerät

Ich arbeite sehr gut unter Druck. Hat ebenso etwas mit meiner Persönlichkeit bzw. meinen Stärken / Schwächen zu tun (mehr dazu weiter unten). Das heißt je näher eine Deadline oder je dringlicher eine Aufgabe, desto besser mein Ergebnis. Wenn ich zu lange Zeit hab, tendiere ich dazu herumzutrödeln.

Vielleicht hast du in diesem Zusammenhang schon mal von „Parkinson’s law“ gehört:

„work expands so as to fill the time available for its completion“

Je länger man sich für was Zeit gibt, desto länger braucht man auch. 

Sagen wir du musst bis morgen ein Kundenprojekt liefern und hast dir sonst nichts weiteres vorgenommen. So kann es leicht passieren, dass du dir den ganzen Tag mit dem Projekt um die Ohren schlägst auch wenn du es in 2 Stunden hinbekommen hättest.

Damit mir das nicht passiert, lass ich einfach das Ladegerät meines Laptops zuhause. Ich geh mit vollem Akku aus dem Haus und bevor die Batterie leer ist muss das Projekt fertig sein. Der Akku ist dann die künstliche Deadline und gibt mir nur wenig Zeit um Facebook checken und mich anderweitig abzulenken.

Klappt wunderbar. Probiers aus.

Nummer 4: Anti-Laptop Rucksack

Als Selbständiger passiert es schnell, dass man eine Sache vergisst…

Pausen zu machen. 

Nein, ich mein jetzt nicht Pausen während der Arbeit sondern dran zu denken auch mal nen kompletten Tag frei zu nehmen (oder am besten ein paar Tage am Stück).

Die ersten beiden Jahre meiner Selbständigkeit bin ich Montag bis Sonntag vor dem Laptop gesessen. Ob das immer produktiv war, was ich da getrieben hab sei mal dahingestellt.

Heute versuch ich mir zumindest Sonntags (manchmal auch Samstags) ne Auszeit zu gönnen. Doch dabei ist es mir immer wieder passiert, dass ich auch Sonntags meinen Laptop in den Rucksack gepackt hab.

Teils aus Gewohnheit und teils nach dem Motto “Naja, vielleicht will ich halt noch was nachschauen nachher.” So komisch es klingt, aber es kann manchmal gar nicht so einfach sein, die Finger davon zu lassen. Denn „zu tun gibts ja schließlich immer was…“

Wenn ich aus dem Haus geh hab ich immer meinen Rucksack dabei. Und es ist eben der Rucksack, in den auch so wunderbar mein Laptop passt. Damit er mir nicht ausversehen mit in die Tasche rutscht hab ich mir vor kurzem ein neues “Daypack” gekauft. Ein Rucksack der zwar super kompakt ist aber genug Platz hat für Kindle, Jacke, Wasserflasche, Schlüssel etc.. Nur eben nicht für meinen Laptop.

Sonntags hab ich es mir also selbst zur Regel gemacht einzig und allein diesen Rucksack benutzen zu dürfen. Und da ich ohnehin nicht allzu oft von zuhause aus arbeite klappt das bisher ganz gut, dass ich Sonntags die Finger von der Tastatur lasse.

Was das mit Produktivität zu tun hat…?!

Ne ganze Menge…

Pausen und freie Tage sind essentiell um wirklich produktiv zu sein. Es ist schnell passiert, dass man ne Art Sucht für seine Arbeit entwickelt und fast nicht mehr abschalten kann.

Deshalb… Auch wenn du der Meinung bist dir keine freien Tage „leisten zu können“ – nimm sie dir. Mein Tipp, mindestens einen Tag die Woche, auch wenn du dich dabei – so wie ich – selbst überlisten musst.

Ok… kommen wir zum letzten Punkt… 

Nummer 5: Lerne dich selbst besser kennen

Erinnerst du dich als ich dir oben gesagt hab, dass ich auf der Myers Briggs Skala ein ENFP bin? Ich erspar dir die Defintion und was genau das bedeutet (das kannst du dir nachher selbst anschauen).

Der Punkt ist, dass all diese Tipps die ich dir oben genannt habe für mich funktionieren, weil sie zu mir als Person passen. Wir alle ticken in gewissen Situationen (zb. Bei der Arbeit) anders als andere und deshalb funktioniert nicht alles für jeden gleich. Und wenn du dir gerade denkst, dass die Tipps in diesem Artikel komplett Gagga und unnütz sind, dann bestätigt es genau diesen Punkt.

Wie bereits gesagt arbeite ich besonders gut unter Druck und tendiere dazu Sachen nicht zu planen. Anstatt mir z.B. ewig Gedanken zu machen was ich in diesen Artikel packe schreib ich einfach drauf los.

Wenn ich groß planen würde, dann würde ich gar nicht erst anfangen weil ich zu ungeduldig bin. Genauso funktioniert das bei mir mit Telefonaten, Präsentationen oder wenn ich mit einem Kunden einen Consulting Termin habe. Ich plane nicht, sondern werf mich direkt ins Gefecht. So „funktioniere“ ich am besten.

Lange Zeit hab ich mir das selbst nicht eingestanden auch wenn ich insgeheim wusste, dass Spontanität und “Live” zu agieren meine Stärke ist. Es war der Persönlichkeitstest von Perry Marshall, der mir genau das bestätigte.

Laut Perrys Marketing DNA Test bin ich eine Person, die am besten “im Moment” lebt und arbeitet. Diese Stärken eignen sich besonders für Consulting, Präsentationen und immer dann wenn Improvisation gefragt ist. 

Und da ich sehr stark daran glaube, dass wir nicht an unseren Schwächen sondern an unseren Stärken arbeiten sollten versuche ich mich immer mehr in diese Art von Position zu bringen.

Denn je mehr wir unserem Naturell folgen und das tun was wir gut können, desto einfacher fällt uns unsere Arbeit. Und desto einfacher uns unsere Arbeit fällt, desto mehr haben wir die Chance produktiv zu sein und was zu bewegen. 

Klingt logisch, oder?

Deswegen hab ich als letzten Tipp für dich folgende Aufgabe:

Versuche dich selbst besser kennenzulernen. Was liegt dir besonders gut und was nicht? Welche Situationen passen zu dir und welche nicht? Welche Art von Arbeit raubt dir Energie und welche Art von Arbeit gibt dir Energie?

Und wenn du das weißt, dann stell dir die Frage wie du dich mehr in die Situationen begeben kannst die wirklich zu dir passen. Wie kannst du von deinen Stärken maximal profitieren?

Drei super Wege deine Stärken und Schwächen besser kennenzulernen hab ich dir hier aufgelistet. Alle drei sind Persönlichkeitstests, die dir wertvolle Informationen dazu liefern können wie du tickst:

Myers Briggs Test (nicht das Original aber trotzdem nicht schlecht und kostenfrei)

Perry Marshall – Marketing DNA (Den Test gibts beim Kauf von Perrys Buch „80/20 Sales and Marketing“ kostenfrei dazu)

Gallup – StrengthsFinder 2.0 

Fassen wir nochmal kurz zusammen…

Es geht weniger um Tricks, Hacks um Gimmicks um effektiver zu arbeiten sondern darum besser zu verstehen, wie du selbst tickst und funktionierst.

Finde heraus wo deine natürlichen Stärken liegen und welche Sitationen zu dir passen. Und dann versuche dich selbst mehr in genau diese Art von Situationen zu versetzen, um mehr von deinen Stärken zu profitieren.

Wirklich produktiv und effektiv ist nur wer sich auch regelmäßig eine Auszeit gönnt. Die besten Ideen kommen selten im Eifer des Gefechts sondern wenn man sie am wenigsten erwartet.

In diesem Sinne…

Cheers

Björn

Du möchtest mein bestes Wissen zum Thema E-Mail Copywriting und Freelancing? Dann hol dir hier meinen kostenfreien Newsletter und ich schicke dir meine 5-Schritte-Formel für E-Mails, die verkaufen:

Die Anmeldung erfolgt gemäß meiner Datenschutzerklärung

Kein Spam, kein BS Mit deiner Anmeldung abonnierst du automatisch meinen täglichen, kostenfreien Newsletter, in dem ich dir Tipps zum Thema Freelancing und Copywriting sowie Angebote zu meinen Produkten senden werde – Du kannst dich jederzeit wieder abmelden.

Schreibe einen Kommentar